Bogenwerkstätte Finkel, Schwanden (BE)

Die Tradition der Finkel-Bogen geht bis ins 19. Jahrhundert auf Ewald Weidhaas (1869 - 1939) zurück. Dieser fertigte im Städtchen Markneukirchen seine Bogen an. Über ihn ist nicht soviel bekannt wie über seinen Sohn Paul Weidhaas (1894 - 1962). Dieser übernahm nach seinen Wanderjahren mit Stationen in Paris bei V. Fetique, in Leipzig bei L.C.A. Bausch und bei Möller in Amsterdam, das Geschäft seines Vaters. Pauls Tochter, Hanna Weidhaas, lernte kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges den jungen Siegfried Finkel (1927 - 2010) kennen. Dieser trat bei seinem Schwiegervater, Paul Weidhaas, die Lehre als Bogenmacher an.


Nach dem Einzug des Kommunismus in Markneukirchen zog Siegfried Finkel auf Drängen seines Schwiegervaters mit seiner Frau Hanna und ihrem gemeinsamen Sohn Johannes (1947)  in die Schweiz nach Brienz. Dort baute er mit eisernem Willen und grosser Zielstrebigkeit sein eigenes Geschäft auf. Von 1965 - 1968 bildet Siegfried nebst vielen Andern seinen Sohn Johannes zum Bogenmacher aus. Seine Wanderjahre führten ihn nach London zu J. & A. Beare, Los Angeles zu Hans Weisshaar und nach Philadelphia zur Firma William Moennig & Son.


Nach seiner Rückkehr arbeitete er zusammen mit seinem Vater Siegfried in der Bogenwerkstätte. Nach der Pensionierung von Siegfried Finkel 1984, übernahm Johannes die Werkstatt, welche er bis heute erfolgreich führt. Die Tochter Daniela geb. 1987 erlernte den Beruf als Bogenmacherin von Ihrem Vater Johannes und arbeitet seit 2011 in der 5.
Generation im Geschäft mit.